Montag, 23. November 2015

Lebkuchenhaus

Eine leckere Dekoidee für die Vorweihnachtszeit

Ich habe schon immer die perfekten Lebkuchenhäuser auf den Christkindlmärkten oder in den Schaufenstern bewundert. In diesem Jahr habe ich mir den Traum von einem großen Lebkuchenhaus erfüllt und eines gebacken - und ich muss sagen: Es ist gar nicht so schwer! Meine Befürchtungen, dass der Aufbau ein Destaster wird, es immer wieder einstürzt, dass die einzelnen Häuserteile nicht zusammenpassen, und und und... haben sich nicht erfüllt. Deshalb möchte ich euch heute ein einfaches Rezept für ein Lebkuchenhaus geben und euch zeigen, wie ich es dekoriert habe. Somit könnt ihr euren Traum vom "Eigenheim" ganz einfach selbst verwirklichen.
Vorab muss ich leider sagen, dass es mir aufgrund des Copyrights nicht möglich ist, die Schablonen für dieses Haus zu veröffentlichen! Aber mit ein bisschen bastlerischem Geschick kann man sich aus Tonpapier die Schablonen ganz einfach selbst basteln: Die Seitenwand ist ein Rechteck mit den Maßen 14 auf 10 cm und man braucht sie zweimal (eine Schablone aus festem Tonpapier genügt jedoch, man kann diese locker öfter verwenden). Ein Dachteil hat die Maße 16 auf 12 cm (ebenfalls ein Rechteck, dass ich dann zweimal brauche). Die Hauswand vorne und hinten ist wieder gleich groß und bei mir leicht nach außen geneigt (Höhe etwa 15 cm), aber wenn ihr die Schablone selber bastelt könnt ihr entscheiden, wie euer Haus ausschauen soll.
Tipp: Wenn die Schablonen fertig sind, einfach mal aneinanderhalten und schauen, ob sie auch zusammenpassen! Dann kann auch später beim Haus nichts schief gehen.

Der Lebkuchenteig wird so hergestellt:
175 ml Zuckerrübensirup mit 150 gr. Butter und 120 gr. Rohrohrzucker in einem Topf schmelzen. 600 gr. Mehl, 1 TL Zimt und 4 TL Ingwer sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. In diese Mulde kommt dann die Sirupmischung, 2 Eigelbe und 4 TL Natron, die zuvor in 4 TL kaltem Wasser aufgelöst wurden. Nun wird alles zu einem elastischem Teig verknetet! Achtung: Das Sirup ist sehr warm, das heißt die Finger nicht verbrennen.

Der Teig wird dann auf einer bemehlten Arbeitsplatte ca. 5 mm dick ausgerollt und reicht genau für ein Haus. Die Schablonen werden ausgelegt und nun zwei Mal die Seitenwand, zwei Mal das Dach und zwei Mal die Vorder-und Rückseite des Hauses ausgeschnitten (bei der Vorderseite habe ich noch mit einem Plätzchen-Ausstecher ein Sternen-Fenster gemacht und eine Tür ausgeschnitten, die ich seperat gebacken habe!). Aus den Teigresten kann man noch einen Kamin ausschneiden oder ein paar Lebkuchenherzerl zum Verzieren von Weihnachtsgeschenken backen.
Backzeit: 12 Minuten bei 180 Grad Umluft

Die einzelnen Teile müssen gut ausgekühlt sein (ca. 1 h) und werden dann mit einer Eiweißspritzglasur zusammengeklebt. Für diese Glasur benötigt man 3 Eiweiße, die gut aufgeschlagen werden, dann gibt man 1 TL Zitronensaft dazu und löffelweise 700 gr. Puderzucker bis eine Masse entstanden ist, die in der Konsistenz Zahnpasta ähnelt. Die Glasur reicht locker um ein ganzes Haus zusammenzukleben und zu verzieren.
Ich habe mit den Seitenteilen begonnen und diese auf ein Cakeboard geklebt. Dazu habe ich die Glasur einfach mit dem Finger auf den Rändern verteilt. Wichtig ist: Die Glasur immer erst gut antrocknen lassen, bevor das nächste Teil dazukommt. Jedoch trocknet diese wirklich schnell an und mit einem Helfer ist das Haus in einer halben Stunde zusammengebaut.
Um das Haus schön zu dekorieren, habe ich die restliche Eiweißspritzglasur in einen Spritzbeutel mit kleiner Sterntülle gefüllt und verziert.

Nachdem das Haus dann gut ausgetrocknet ist (ca 2 Tage) habe ich mit den Fondant-Dekorationen begonnen.



Das Dach habe ich mit ausgestochenen Sternen verziert.








Ein kleiner Schneemann passt auf die Geschenke vor dem Haus auf. In ihm steckt zur Stabilisierung ein Zahnstocher.
Den Schal habe ich mit einem Clay Extruder gemacht und mit einer Nagelschere die Fransen eingeschnitten. Die Knöpfe sind silberne Zuckerperlen.

















Das Cakeboard habe ich mit Schneeflocken (auch mit Ausstechern gemacht) verziert.






Für die Tannenbäume habe ich grünen Fondant zu einem Kegel geformt und mit einer Nagelschere kleine Ecken herausgeschnitten. Ein mit Zuckerkleber fixierter Stern macht einen schönen Christbaum daraus.









Es gibt keine Grenzen um so ein Lebkuchenhaus zu verzieren!
Es duftet vor allem in der ersten Woche sehr intensiv nach Lebkuchen und erfüllt den ganzen Raum mit seinem Duft. 
Trotzdem würde ich es nicht essen wollen, da die Lebkuchen sehr hart werden und dann auch in Häuserform lange herumstehen :-)

Wer sich schon immer an so ein Häuschen wagen wollte, dem kann ich nur raten: Trau dich, es ist nicht schwer und es macht dich wahnsinnig stolz, wenn das fertige Lebkuchenhaus auf dem Kaminsims steht!

Kommentare:

  1. Oh, deinen Blog habe ich jetzt erst entdeckt. Zum Glück! Tolle Rezpte hast du hier :) Ein Lebkuchenhaus <3 as erinnert mich an meine Kindheit ... nach deinem Artikel habe ich richtig Lust, mir auch eines zu bauen :)

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    1. Das freut mich! Nur zu, trau dich! Es ist gar nicht so schwierig :-)

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